Zuffenhausen Kelterplatz

Das Werkstattgespräch am vergangenen Samstag ist in engstem Kreis verlaufen, vermutlich haben doch viele Kunstfreunde die Gelegenheit zu einem Besuch auf der "Art Karlsruhe" genutzt. Das war jedoch kein Hindernis für einen interessanten und für mich in mancher Hinsicht aufschlussreichen Dialog. Geteilt wurde beispielsweise die Erfahrung,daß Stuttgart vermutlich auf Grund seiner hügeligen Topographie in manchen Teilen gewissermaßen unsichtbar bleibt oder zumindest der Zusammenhang verschiedener Stadtteile sich schwer im Gedächtnis rekonstruieren lässt. Auf diese Eigenheit führten meine Gesprächspartner das Unvermögen mancher Stuttgarter, zutreffende Wegbeschreibungen zu ausserhalb des gewohnten Viertels liegenden Zielen geben zu können, zurück.
Unter den mitgebrachten Bildbeispielen wurde die erste Version einer Monotypie von Zuffenhausen als zu "unruhig" bezeichnet. Um dieser Sache auf den Grund zu gehen, habe ich heute abend gewissermaßen als meditative Nachbereitung eine weitere, zumindest deutlich klarere Version erarbeitet. Bestätigt wurde mir im Vergleich mit den anderen Bildbeispielen, daß das von mir favorisierte Format von 35X50 cm in einer Rahmenfläche von 50X70 cm sich spannungsreich aber doch im Gleichgewicht präsentiert.
Eine sehr anregende Diskussion ergab sich aus der Frage, welche Auswirkungen sich durch das Einfügen der menschlichen Figur in den Bildraum einer bis dahin menschenleeren Lanschaftsstudie ergeben. Über den rein landschaftlichen Aspekt hinaus werden dadurch weitere Bedeutungsräume oder Bedeutungsebenen eröffnet. Unter Umständen, je nach Auftritt der Personen, kann die Landschaft als Hauptgegenstand verdrängt und zur Bühne für die Akteure reduziert werden.

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