Wolfgang Meisenheimer "Das Denken des Leibes und der architektonische Raum"
Vor einigen Wochen habe ich mit der Lektüre dieses kleinen Buches begonnen. Der Titel klingt sehr akademisch und theoretisch. Der Inhalt ist aber, nachdem in den ersten Abschnitten einige Begriffe geklärt sind, außerordentlich interessant und befasst sich mit sehr lebensnahen ja fast alltäglichen Erfahrungen.
Meisenheimer befasst sich sehr genau mit der Resonanz des Menschen auf den umgebenden Raum. Meistens schenken wir den laufenden Veränderungen unserer "Befindlichkeit" wenig Beachtung, wenn wir uns z.B. zu Fuß in einer Stadt bewegen. Unser Körper reagiert jedoch ununterbrochen auf unzählige Veränderungen in der Umgebung, was unwillkürlich Rückwirkungen auf unsere Gemütsverfassung hat.
Diese "Korrespondenzen" zwischen architektonischem Raum und menschlichem Körper sind das Thema des Buches.
Auch Meisenheimer befasst sich in gewisser Weise mit dem, was Peter Zumthor als "Atmosphären" beschreibt. Die Atmosphäre eines Raumes,Ortes oder einer Landschaft ist es, was uns anzieht,abschreckt,erfreut oder langweilt.
Das Erlebnis der Atmosphäre ist es schliesslich,die mich dazu veranlasst, immer wieder draußen zu zeichnen und in Bildern zu versuchen, Atmosphären zu erschaffen und sichtbar zu machen.
Wolfgang Meisenheimer
"Das Denken des Leibes und der architektonische Raum" (Gebundene Ausgabe) Gebundene Ausgabe: 184 Seiten Verlag: Verlag der Buchhandlung König; Auflage: 1 (August 2004) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3883758418 ISBN-13: 978-3883758411

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