Stadtlandschaft Stuttgart in Zeichnungen und Skizzen
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Stadtlandschaft – dieser Begriff ist in Deutschland vor allem mit dem Architekten Hans Scharoun verbunden, der mit dem Hochhauspaar Romeo und Julia im Stadtteil Rot auch Spuren in Stuttgart hinterlassen hat. Allerdings hat Scharoun mit diesem Begriff weniger eine durchgrünte Stadt gemeint, als vielmehr die Schaffung einer harmonischen Stadtarchitektur analog zur Harmonie von Wiese, Wald und Feld als Gesamtkunstwerk.
Die reale „Stadtlandschaft“ ist jedoch das Resultat einer wachstums- und wohlstandsorientierten Gesellschaftsentwicklung, die sich eine möglichst funktionale und rationale Stadt- und Raumplanung zunutze gemacht hat. Die Überreste der ursprünglichen Agrarlandschaft werden mehr und mehr von den expandierenden Randzonen der Städte verdrängt und von Verkehrsadern durchschnitten. Die alten Stadtkerne verlieren gleichzeitig an Anziehungs- und Integrationskraft zu Gunsten der umliegenden Gemeinden, in denen nicht mehr nur Wohnungen, sondern in immer schnellerem Tempo und in immer größeren Dimensionen auch Industrie und Gewerbe, Einkaufszentren und Einrichtungen der Freizeitgestaltung entstehen.
Diese Entwicklung kann im Großraum Stuttgart exemplarisch beobachtet werden. Der neue Begriff für die daraus entstehenden Agglomerationen heißt „Netzstadt“. Stuttgart kann schon seit langem als ein Beispiel für eine so genannte Netzstadt, zusammengesetzt aus den, inzwischen mit der Kernstadt zusammengewachsenen, früheren Dörfern oder Kleinstädten an der ehemaligen Peripherie, gesehen werden.
Zwischen April 2006 und Mai 2007 versuche ich, mir auf Wanderungen durch die Stadt mit Füllhalter und Skizzenbuch buchstäblich ein eigenes Bild dieser Stadtlandschaft zu machen. Ich bin neugierig, zu sehen und zu erfahren, welche Qualitäten die Stadtlandschaft im Vergleich zu der mir gewohnten, dörflich bis kleinstädtisch geprägten Stromberg Landschaft zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Karlsruhe zu bieten hat. Vor allem interessiert mich zu erfahren, ob die Stadtlandschaft vergleichbare „Erlebnisqualität“ bietet oder das von mir empfundene Bedürfnis nach Landschaftserleben auf andere Weise befriedigen könnte.
Auf Basis der vor Ort in einem Skizzenbuch (18X26 cm) erstellten Skizzen wurden die Grafiken (Monotypien) in Ölfarbe auf Papier (50X70 cm Papiergröße/Bedruckte Fläche 35X50 cm)erstellt. Dabei fungiert die Zeichnung als eine Art "Aufnahmeinstrument". Die so gewonnenen Informationen werden anschliessend zur Gestaltung von Grafiken im Atelier verwendet.
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